• Erdbeben

    Hallo ihr Lieben,
    da jetzt schon ein paar verunsicherte Anfragen gekommen sind kann ich euch alle beruhigen und nein, es ist uns nichts passiert beim Erdbeben. Wir befinden uns ja im Moment auf Bali und wir haben hier auch nur in den Nachrichten davon mitbekommen.
    Also, bis in 10 Tagen und dann gesund und munter,
    Euer Soeren

  • Stress, Schlafplatz und Zukunftsmusik

    Hallo liebe Blogleserinnen und Blogleser,
    hat ja schon wieder etwas laenger gedauert aber dafuer gibts jetzt wieder nen laengeren Bericht. Wahrscheinlich einen der letzten aus Indonesien direkt;-).
    Nach meinem Singapurtrip genoss ich noch die letzten Tage, die wir im Haus von Lars zu Verfuegung hatten und natuerlich trug zu diesem Genuss miitgebrachten Proviant aus Singapur bei. Auch als Lars nach Hause kam, blieben wir erstmal noch fuer ein paar Tage bei ihm wohnen, nachdem er uns versichert hatte, dass das kein Problem fuer ihn und seine Familie sei. Das solle sich aber aendern.
    Unterbrochen wurde unser Aufenthalt in Semarang durch eine kleine Reise nach Jakarta, wo wir zum nationalen Jugendrotkreuzforum eingeladen waren, auf dem unter anderem der Indonesische Jugendrotkreuzleiter gewaehlt werden sollte. Dort traf ich auch Dorkas, die noch amtierende Jugendleiterin war und der ich mich ueber die gesamte Rotkreuzstruktur in Indonesien und Deutschland austauschen konnte. Dabei erfuhr ich, dass sich die beiden Organisationen gar nicht gross unterscheiden nur im Punkto Disziplin haben beide Laender total unterschiedliche Ansichten, wie ich ja in vorherigen Berichten schon ein paar mal erklaert habe. Die Zeit in Jakarta war auch echt super, da aus 27 Provinzen, in denen das Jugendrotkreuz vertreten ist, Vertreter kamen, sodass es wieder einen wilden Kulturmix gab. Auserdem trafen wir dort unter anderem Zaki, Intan, Swasti und Seto wieder, die uns ganz am Anfang im Jugendcamp in Banten rumgefeuhrt hatten und mit denen wir uns immer super verstanden hatten. Leider wurde die schoene Zeit dadurch ueberschattet, dass es fuer Lars und seine Familie wohl doch nicht mehr so toll war, dass wir bei ihnen wohnten, sodass wir noch uns zurueck in Semarang erstmal eine neue Bleibe suchen mussten. Die Gruende dafuer sind vielschichtig und jeder einzelne wuerde nicht zu einem Problem fuehren aber alle Zusammengenommen haben das Fass anscheinend zum Ueberlaufen gebracht. Sowohl von Lars als auch von unserer Seite. Die Gruende moechte ich hier aus Ruecksicht auf alle Beteiligten nicht nennen und hoffe, dass das alles nach einem Gespraech mit Lars und Anna wieder aus der Welt geschafft ist. Es ist nichts schlimmes und spielt sich nur auf persoenlicher Ebene ab. Um mich von dem ganzen abzulenken bin ich erstmal fuer ein paar Tage nach Jogja, wo ich mich mit Aulia und Rahina aus Kebumen getroffen habe, da mir die zwei eig. Sowas wie beste Freunde in Indonesien waren und man wollte sich dann doch noch von einander verabschieden.
    Da Lars jedoch gleichzeitig unser Chef hier ist, hat das Ganze auch einen geringen Einfluss auf unseren Arbeitsalltag. Schon laenger war uns klar, dass DRK und PMI in Zentraljava nicht wirklich wussten, was sie mit uns anfangen sollten. So haben wir nun fuer die restliche Zeit entschlossen, unseren Aufenthaltsort von Semarang nach Bali zu verlegen, wo wir mit dem PMI und evtl. mit dem Franzoesischen Roten Kreuz zusammen arbeiten wollen. Unter anderem gibt es dort ein Tsunamifruehwarnprojekt oder auch die Wasserwacht ist ziemlich stark vertreten. Trotz allem denke ich, wird sich sicher die ein oder andere Stunde finden, um meine Surfkenntnisse zu erweitern;-).
    Da es schon gegen Freitag nach Bali gehen soll, war eine unserer letzten Aktivitaeten ein Jugendrotkreuzcamp in Semarang. Da dieses direkt vor dem Buero stattfand war somit unser Wohnortproblem auch einfach geloest, da wir uns nun fuer die restliche Zeit einfach im Buero einquatierten. Zwar hat das den grossen Nachteil, dass man mehr oder weniger auf dem nackten Boden schlafen muss aber man hat immerhin Internet, Telefon, Kuehlschrank und Wasserkocher sowie Klimaanlage. Man kommt also ueber die Runden. Das Cam selbst war auch ganz in Ordnung und ich hatte den Eindruck, das Wuri sich doch den ein oder anderen Tip von mir zu Herzen genommen hatte, da das ganze Camp irgenwie lockerer und spassiger gestaltet war als die anderen, die ich hier schon mitgemacht habe.
    Die letzte Woche in Semarang wird morgen, am Montag, mit dem indonesichen Nationalfeiertag eingelaeutet. Dannach folgt ein Abendessen mit dem neuen Head of Office Erhardt Bauer und dann steht noch die Eroeffnung der neuen DRK-Bueros an bevor es nach Bali geht. Spaetestens von dort werde ich mich dann nochmal melden bevor es am 15. Septmber zurueck in die Heimat geht.
    Mit liebsten Gruessen und bis bald,
    Euer Soren
    PMR uero JakartaTagungsraumLustige RundeTeilnehmer unter anderem aus Papua, Sulawesi etc.Interessierte ZuhoererZaki und SwastiIntan und ich;-)Rot Kreuz WettbewerbAbschiedsbildRahina, ich und Aulia
    Und wer sieht jetzt besser aus?;-)Ich und Aulias Freund beim KayakfahrenToiletten auf dem CampCampplatzSpielstundeCoole AufgabeWasserschlachtAusblick vom Moscheeturm in SemarangMoschee in SemarangBusfahren auf Indonesisch
    FruchtverkaeuferGruppenbildAntiquitaetenhaendlerCampabschlussMein neuer Schlafplatz

  • Meeting, Singapur die Zeite und Rueckflug

    Hallo liebe Blogleserinnen und Blogleser,
    Es ist ja jetzt schon wieder ne ganze Weile her, seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Auf jeden Fall ist der Schock der Terroranschlaege ueberwunden, da merkt man mal wieder wie kurzlebig die Medien eigentlich sind.
    Hier hat sich auch nicht sonderlich viel getan aber immerhin haben wir es dann doch mit hinbekommen, wenigstens ein geplantes Meeting fuer unseren Praesentationsworkshop durchzufuehren. Das verlief dann auch ganz in Ordnung und wir sammelten erstmal die Vorschlaege der Teilnehmer, was die so eigentlich von dem Workshop erwarten. Leider stellte sich heraus, dass offenbar einfach die Mitarbeiter des PMI Semarang dazu verdonnert wurden, an dem Meeting teilzunhemen. Dementsprechend gross war dann auch die Begeisterung von allen Seiten, da die Motivation jetzt nicht gerade bis in den Himmel reichte. Irgendwie hats dann aber doch eingermasen hingehauen auch wenn es bis jetzt das einzige Meeting war, da das letzte Woche aufgrund eines Campbesuchs von Seiten Gregors und einer Reise nach Singapur von meiner Seite aus, ausfallen musste. Davor war aber Nikola noch fuer ein paar Tage hier, da Lars ja im Urlaub ist und irgendjemand muss die Arbeit ein wenig kontrollieren. Mit dem waren wir dann auch noch auf Tempeltour bei den 9 Tempeln in der Naehe von Semarang, damit wir mal wieder ein bisschen rausgekommen sind.
    In Singapur musste ich mein Visum verlaengern, da seit meinem letzten Trip mal wieder sechs Monate vergangen waren und als armer Freiwlliger wollen die einen nunmal nicht laenger im Land lassen. Vor meiner Ausreise war ich noch ein wenig in Sorge, da ich mir irgendwo eine Grippe zugezogen hatte und ich nicht gerade in Singapur in Karantaene wollte. Die Sorge war dann jedoch unbegruendet und von Waermescannern am Flughafen keine Spur. Auch die Menschen mit Gesichtsmasken waren nur vereinzelt anzutreffen und ihre Zahl ensprach in etwa der, die sowieso normal in Asiens Grossstaedten ist.
    In Singapur selbst nutzte ich die Zeit, um ein wenig ins Nachtleben einzutauchen aber natuerlich erst nachdem ich mich im Deutschen Restaurant gestaerkt hatte. Nachdem ich dann in einem Szeneviertel der Stadt angekommen war, entschied ich mich kurzfristig fuer eine Tour mit einer Bungeekapsel und einer Schwingkapsel (weiss nicht, wie ich das beschreiben koennte), um mir dadurch meinen Adrenalinkick abzuholen. Das Ganze war dann auch echt super und beim Anstehen lernte ich noch eine Gruppe Finnen kennen, mit denen es nach diesem Erlebniss in den naechsten Club ging. Am naechsten Morgen bereute ich dann, etwas zu spaet ins Bett gegangen zu sein, da ich bereits um 8Uhr wieder raus musste, um die Sache mit meinem Visum zu klaeren. Das lief dann auch recht unkompliziert und ich hatte noch Zeit fuer einen Kinofilm sowie den Besuch der Delphinshow und Underwaterworld auf der Vergnuegungsinsel Sentosa. Die Delphinshow war jedoch leider etwas enttaeuschend, sodass ich mich am Abend mit etwas deutschen Schinken troesten musste. Allgemein deckte ich mich in Singapur mit allerlei Koestlichkeiten ein, die ich hier in Semarang gerade in mich reinschlinge, damit ich gross und stark werde.
    Nun zum letzten Teil der Ueberschrift bevor es zu den von euch allen erwareten Fotos geht. Ich habe mich in den letzten Wochen dazu entschlossen, etwas fruher nach Hause zu fliegen. Das liegt nicht daran, dass mich das Land nervt und ich kein Bock mehr habe sondern vielmehr an der Tatsache, dass der gesamte Oktobersowieso frei waere, da ich noch Ferien gut habe und es in Deutschland jetzt zu der Tatsache gekommen ist, dass mein aeltester Bruder am 19.09. heiraten will. Ich hoffe, dass alles so klapt, dass ich an diesem Termin bereits zu Hause sein werde. Ich werde euch aber natuerlich auf dem Laufenden halten, sobald ich wa genaueres weiss.
    Liebste Gruesse und evtl. bis sehr bald,
    Euer Soeren

    Unsere neuste ErungenschaftPferde bei der TempeltourTempeltourDie zwei WeissenDampfendes LochHeisse QuelleIch halt ;-)Hotelzimmer in SingapurU-Bahn in SingapurRiesige MallDeutsches RestaurantBrotzeit;-)Da war ich obenDa war ich drinClubbenOrchard RoodAlter HafenDach einer MallDelphinshowNochmal
    DelphinshowRiesenfischSchon krassDer KrakeKrebsQuallen in UnderwaterworldHaieUahhhhhhhPfauHochhaus
    MallSchlafender Mann in der U-BahnFlughafen SingapurUnd TschuessSonnenuntergang Semarang

  • Bombenattentate in Jakarta

    Hey ihr Daheim,
    nur damit ihr euch nicht unnoetig Sorgen macht ich bin zur Zit nicht in Jakarta und uns beiden gehts gut. Bei Anschlaegen am heutigen Morgen auf 2 Luxushotels in Jakarta sind bis jetzt 8 Menschen getoetet und 40 verletzt worden.
    Liebe Gruesse,
    Soeren

  • Alleine wohnen, Motivationsloch und Schwarzwaelderkirschtorte

    Hallo liebe Blogleserinnen und Blogleser,
    nachdem ich ueber die Onlineausgabe meiner Lokalen Tageszeitung erfahren habe, dass sich die heisse Phase in Deutschland so langsam aber sicher dem Ende naehert, macht euch sicher ein Bild, das ihr weiter unten seht ein wenig neidisch. Hier ist es im Moment naemlich mehr als nur heiss und der Hitzerekort letzte Woche lag bei ueber 41 Grad Celsius. Ansonsten ist hier nicht viel passiert. Gleich nachdem Thilo und Nina abgereist waren, kam auch schon Gregors Vater an, dessen Besuch aber auch nur ein kurzes Vergnuegen war, da er wenig spaeter mit Gregor nach Yogyakarta und Cilacap weiterreiste, um ein wenig von Land und Leuten mitzubekommen. Die Zeit, wo er aber bei uns im Haus weilte wurde dazu genutzt, um im Gumaya Tower Hotel, wo wir sonst immer schwimmen gehen, Freitagabends beim All you can eat BBQ-Special teilzunehmen. Dieses war dann fuer den Preis von umgerechnet unter 10 Euro pro Person auch echt in Ordnung und wir haben bei herlicher Aussicht vom 17. Stock ordentlich reingehauen.
    Nchdem Gregor und sein Vater Thomas dann weitergereist waren, lag es an mir auf das Haus aufzupassen. Leider bin ich durch die viele freie Zeit und das Nichtstun in eine Art Motivationsloch gefallen und meine Hoffnung, da durch nuetzliche Arbeit wieder rauszukommen wurde leider entaeuscht. Der fuer Donnerstag geplante Beginn unseres Praesentationsworkshops wurde erneut auf die naechste verschoben und ich war darueber nicht gerade erfreut, da ich extra frueh aufgestanden bin, um morgens im Buero zu sein um dort mit Wuri nochmal alles durchzusprechen. Leider war diese dann aber nicht wie verabredet im Buero sondern auf dem Weg nach Kebumen und als dann noch eine Stunde vor Workshopbeginn die Absage per SMS kam war ich doch etwas angenervt. Immerhin kamen am naechsten Tag Gregor und Thomas wieder zurueck und ich konnte mich bei einer Partie Tennis abregen.
    Ein weiterer Gast, nachdem Thmas heute wieder zurueck nach Deutschland geflogen ist, ist Gregors Freundin Sari, die sich hier fuer ein paar age einquatiert. Diesen Anlass habe ich auch gleich mal dazu genutzt um ein wenig Heimatgefuehl zu verbreiten und habe eine Schwarzwalderkirschtorte gebacken. Das unschoene aber leckere Ergebniss koennt ihr auch weiter unten bestaunen.
    Am Schluss bleibt mir nur zu sagen, dass ich hoffe, das der Workshop naechste Woche endlich anfaengt und ich freue mich natuerlich sehr auf euch, sind ja nur noch knap 3 Monate.
    Mit vermissenden Gruessen an euch alle,
    Soeren

    SonnenuntergangSemarang bei NachtDessertplatteMmmmhhh...leckerDie Qual der WahlHitzerekordMeine SchwarzwaelderMan beachte den Teig-Sahne Anteil

  • Jakarta, Zugprobleme und eigenes Haus

    Hallo liebe Blogleserinnen und Blogleser,
    es ist ja jetzt schon wieder ne Weile her, seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Es ist auch nicht so sonderlich viel passiert, weshalb ich mich diesmal kurz fasse, bzw. es wenigstens versuche.
    Nach meinem kleinen Vulkanabenteuer in Yogyakarta ging es fuer Gregor und mich direkt weiter nach Jakarta, wo wir zum wiederholten Male beim Deutschen-NGO Meeting eingeladen waren und dieses Ereigniss konnten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen. Wir fuhren daher mit dem Nachtzug nach Jakarta, der wie immer einfach eiskalt war und ich war froh, dass ich wenigstens Anfangs eine Decke hate. Diese wurde mir aber waehrend der Fahrt ohne Angabe von Gruenden einfach wieder weggenommen und als ich hinueber zu Gregor schaute erkannte ich, das der Trick darin bestand, einfach zu schlafen um so seine Decke zu behalten.
    In Jakarta angekommen ging es direkt ins Buero, wo auch kurz darauf das Meeting losging. Es ging um Themen wie z.B. neue Visabestimmungen in Problemregionen, die Schweinegrippe und Evakuierungsplaene oder auch Erfahrungsberichte von unserer Seite.
    Vorallem der erste Punkt war recht spannend, da der Referent vom IFRC nicht wirklich viel sagen durfte, da er von den neuen Bestimmungen eigentlich gar nichts haette wissen duerfen. Man kam sich stellenweise wie in einem James Bond Film vor, in dem um hoechste Verschwiegenheit gebeten wird. Deshalb bitte ich auch um euer Verstaendniss, dass ich auf dieses Thema nicht weiter eingehe. Ist ja alles Top Secret ;-).
    Das Thema Schweinegrippe hat sich hier zum Glueck relativ in Grenzen gehalten und man hoert so gut wie gar nichts mehr davon, ganz im Gegensatz zu anderen Projekten z.B. in Argentinien, wo Weltwaerts-Freiwillige Zwangsurlaub auf Grund der Schweinegrippe haben.
    Nach dem Meeting hatten wir noch 2 Tage in Jakarta und wohnten echt nobel im 5-Sterne Park Lane Hotel im Buisnessviertel der Stadt. Als wir nach unserem Kurzaufenthalt den Zug zurueck nach Kebumen und Cilacap nehmen wollten, um dort unser Gepaeck fuer unseren laengeren Aufenthalt in Semarang, der darauf folgen sollte, abzuholen mussten wir jedoch erschreckt feststellen,das auf Grund der Schulferien alle Zuege in diese Richtung ausgebucht waren. Deshalb entschlossen wir uns nach einigen Telefonaten noch eine Nacht in Jakarta zu bleiben um am naechsten Tg direkt nach Semarang zu fahren. Dieses Vorhaben setzten wir dann auch in die Tat um wobei auch der Zug nach Semarang sage und schreibe 4 Stunden Verspaetung hatte, was nach einiger Zeit auf dem mehr als nur ueberfuellten Bahnsteig echt angekotzt hat.Nach einer Nacht bei unserer alten Gastfamilie in Semarang ging es fuer mich mit dem Bus nach Cilacap, wo ich allerdings wirklich nur mein restliches Gepaeck abholte um am naechsten Morgen wieder nach Semarang zu fahren. Beide Busfahrten waren aufgrund der Schulferien alles andere als angenehm und ich war froh, ueberhaupt einen Sitzplatz zu haben.
    In Semarang kamen wir bei Lars unter und letzte Woche kamen auch noch mein Bruder Thilo und seine Freundin Nina vorbei, die seit meinem Urlaub auf Bali durch Indonesien getourt sind und mich noch fuer eine Woche besuchen kamen. Die beiden zogen dann auch bei Lars ein, als dieser letzten Freitag mit seiner Familie die Koffer packte um fuer einen Monat nach Daenemark zu gehen. Fuer diese Zeit haben Gregor und ich nun unser eigenes Haus mit allem Komfort, den man sich nur wuenschen kann. Thilo und Nina sind dann Vorgestern weitergeflogen nach Singapur und ich habe die letzte Woche mit ihnen einfach genossen.
    Mir gehts im Moment einfach mehr als gut und ich freue mich auf die restliche Zeit, die mir hier noch bleibt aber nauterlich freue ich mich auch auf zu Hause und wuensche euch allen nur das Beste!
    Mit liebsten Gruessen,
    Soeren

    Jakarta bei NachtUnser HotelzimmerHotelpoolSoeren im Whirlpool;-)Hauptbahnhof in JakartaHauptbahnhof in JakartaDa war mir langweiligUnser neues ZuhauseLeider nicht unser PoolCoole Aussicht

  • Vulkanbesteigung

    Hallo Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
    wie versprochen berichte ich euch ueber mein vergangenes Wochenende, von dem ein Grossteil auf dem Vulkan Merapi in der naehe von Yogyakarta verbracht wurde.
    Wie ja bereits im lezten Bericht erwaehnt befinde ich mich seit letzten Dienstag in Jogja und hab es mir hier einfach mal richtig gut gehen lassen mit Italiener, Mall, Borobudur-Sonnenaufgangstour und nochmal Italiener. Am Freitag sind dann auch Gregor und Sari in Jogja angekommen und wir planten abends bei einer Runde Jacky Cola, den mir mein lieber Bruder aus Deutschland mitgebracht hatte, die weitere Vorgehensweise fuer unsere Vulkantour, die am Samstagnacht starten sollte. Insgesamt waren wir 6 Leute bestehend aus Gregor, Sari, Miri, Lisa, Anna und mir. Leider ging es fuer mich dann noch mit Miri und Lisa zum Karaoke singen, sodass ich am Samstag Morgen nicht wirklich fuer was zu gebrauchen war. Dieser Zustand sollte sich abends noch mehr als nur raechen. Da Gregor, Sari und ich schon um 13Uhr aus unserem Hotel raus mussten deponierten wir kurzerhand unser Gepaeck bei Miri im Zimmer. In deren Wohnheim war es in den letzten Wochen mehr oder weniger zu einem Sittenverfall gekommen. Bei meinem letzten Besuch war es fuer Jungs noch strengstens verboten, auch nur einen Fuss in den Wohnbereich zu setzen und diesesmal war es ueberhaupt kein Problem sogar ins Zimmer mitzukommen. Auch Indonesien entwickelt sich;-).
    Um 22Uhr wurden wir dann von einem Fahrer abgeholt, da wir die Tour bei einem Reiseunternehmen gebucht hatten. So hatten wir keinen Stress mit extra Auto mieten und Fuehrer suchen, da alles schon im Preis enthalten war. Gegen 23.30Uhr kamen wir dann im Ausgangsdorf unserer Tour an, wo wir bei Kaffee und Tee noch bis 01.00Uhr warten mussten, bis es endlich los ging. Waehrend der Wartezeit wurde uns auch ganz schnell bewusst, dass uns einfach kein Mensch auf die Tour vorbereitet hatte und auch die Fuehrer machten anfangs nicht wirklich einen seriousen Eindruck. So mussten erstmal fuer alle Taschenlampen bersorgt werden, da der Cheffuehrer, der sich selbst nur Superman nannte, seine vergessen hatte. Dannach wurde uns nach einer kurzen Schuhinspektion attestiert, dass niemand auch nur ansatsweise taugliche Schuhe anhaette, man die Tour aber dennoch wagen wolle. Anfangs war das Gejammere, vorallem aus den weiblichen Lager, schon gross, da es erstmal eine geteerte Strasse hinauf ging, man koennte auch sagen jeder Reinhold Messner haette die Strasse mit Respekt behandelt. Als es dann von der Strasse auf einen kleinen Trampelpfand, ja ein Trampelpfaedchen ging, da zog ich es doch vor, zusammen mit Josef, einem Chinesen der ebenfalls die Tour gebucht hatte und mit einem Fuehrer ein wenig vorraus zulaufen, um ausser Hoehrweite der Kalgegesaenge der Maedels zu sein. Leider wurden die Wanderwegverhaltnisse nicht besser und man hatte teilweise das Gefuehl, einfach in einem alten Bachbett zu wandern, welches schon halb eingestuerzt, von Baeumen versperrt oder einfach zugewuchert war. Mit normalen Strassenschuhen, bei Nacht und bei gefuehlten 40Grad Steigung bei 1400Hoehenmetern eine Zumutung. Dennoch schafften wir es 4 ½ Stunden spaeter und nach etlichen Pausen zumindest auf das Plateau kurz unterhalb des Gipfels, um dort den Sonnenaufgand zu geniessen. Miri und ich spielten noch kurz mit dem Gedanken bis ganz nach oben zu steigen, verwarfen diesen jedoch recht schnell wieder als uns bewusst wurde, dass man fuer das letzte Stueck zum Krater auf jeden Fall eine gute Wanderausruetung brauchen wuerde.
    Der Sonnenaufgang entschaedigte dann fuer alle Leiden, wie ihr ja selbst weiter unten sehen koennt und es war wirklich ein herlicher Anblick, als die Sonne langsam am Horizont hervor schaute. Ach die Kulisse war einfach Atemberaubend schoen mit dem Vulakn im Nacken und dem Sonnenaufgang vor sich.
    Als das Naturspektakel dann vorbei war, ging es auch gleich an den Abstieg, jedoch hatten unsere Fuehrer wohl nicht mehr sooo richtig Lust, weshalb wir nur eine Pause auf dem gesamten Abstieg machten, was zur Folge hatten, dass wir nach etwas mehr als 2 Stunden schon wieder am Fusse des Berges angekommen waren. Nach einem Blick zurueck mit mueden Augen und kaputten Beinen hin zum Gipfel waren wir dann auch alle etwas stolz auf das Geschaffte und der folgende Tag wurde als offizieller Faullenzertag ausgerufen.
    Mit besten Gruessen,
    Soeren

    KaraokePizza essencool ne?nochmal coolDer Pfad zum VulkanErste Strahlen am HorizontDa wirds schon hellerUnd noch hellerWar echt am ArschLavafeld
    So langsam kommt sieDer Gipfelna???Da hats sies geschafftund langsam kommt die sonneMiri und icheinfach schoendas auchNeues Profilbild;-)Aussicht
    Berg neben dem MerapiDa ist se voll daAussichtWeg nach untenAlle ziemlich muedeDer war noch fitDa war ich oben

  • Neuer Ort, Baliurlaub und Familienzusammenfuehrung

    Hallo liebe Blogleser und Blogleserinnen,
    es ist ja jetzt schon wieder ne Zeit lang her, seitdem ich mich das letzte mal gemeldet jhabe und es ist schon wieder einiges passiert.
    Ich bin jetzt sicher in Cilacap angekommen und habe dort mit Gregor den Posten gewechselt, der sich jetzt in Kebumen befindet. Die erste Woche war auch ziemlich in Ordnung, da ich in einige Schulen mitmusste und unter anderem ein erste Hilfe Training angeschaut habe und bei einer imulation ein Erdbebenopfer gespielt habe. Bei letzterem taten mir die Kinder am Ende aber echt Leid, da sie mich zu zehnt in der Gegend herumschlepen mussten, da ich einen Bewusstlosen spielen sollte und das bei bruetender Hitze. Mein Aufenthalt in Cilacap war aber erstmal nur auf knapp eine Woche beschraenkt, da ja mein schon lange erwarteter Baliurlaub mit meiner Familie anstand.
    Am 01.06. machte ich mich deshalb auf den Weg nach Yogyakarta, von wo aus ich nach Denpasar auf Bali flog. Als ich gegen 22Uhr Ortszeit ankam, wollte ich eigentlich nur noch ein Hotel suchen und schlafen. Das war dann auch schnell gefunden aber am Ende dachte ich mir dann doch, dass ich die Gelegenheit aunutzen musste, da ich mich ja in Kuta befand, was quasi das Lloret de Mar von Indonesien ist. So zog es mich dann doch noch in eine Bar, wo ich mich relativ schnell mit einem Israeli anfreundete, der sich eine Australierin geangelt hatte, die ihren Junggesellenabschied feierte und vor lauter Suff ihre Freundinnen verloren hate, was der Israeli natuerlich zu seinem Vorteil ausnutzte. Als es dann gegen 2Uhr morgens aber zum dem Thema kam, dass der Grossvater von ihm ja auch mal in Deutschland gelebt hatte zog ich es doch vor, mich ins Hotel zurueckzuziehen und zu schalfen. Am naechsten Morgen machte ich mich auf in unser eigentliches Hotel, das ich pauschal ueber TUI gebucht hatte und das echt dem Katalog entsprach. Die Zimmer waren gross und geraeumig, das Hotel weitlaeufig und mit 3 Pools gesegnet sowie mit einem direkten Zugang zum Sandstrand von Sanur. Kaum im Zimmer eingecheckt musste ich aber auch schon wieder zum Flughafen, um den Teil meiner Familie abzuholen, der mich besuchen sollte, bestehend aus meiner Mama, jannik(kleiner Bruder), Thilo (aelterer Bruder) sowie dessen Freundin Nina. Das Hotel besorgte mir auch relativ schnell einen Fahrer mit einem grossen Auto, sodass wir alle Platz haben wuerden. Leider wuerde uns der Fahrer die gesammte Woche nicht mehr in Ruhe lassen aber so ist das nunmal in Indonesien.
    Das Wiedersehen war dann auch schoen, immerhin hatte ich ja alle ueber 7 Monate nicht gesehn und auch die ein oder andere Traene konnte ich mir nicht verkneifen. Nach der ueblichen Umarmungszeremonie ging es auf direktem Wege ins Hotel, wo erstmal Ausspannen auf dem Programm stand. Abends ging es dann noch in ein nettes Restaurant, wo es die ersten indonesischen Esserfahrungen fuer meine Familie gab. Der darauf folgende Tag wurde auch zum allgemeinen Faullenzertag erklaert, sodass ich es mir nach einem ausgiebigen, lange erwarteten europaeischen Fruehstueck am Strand gemuedlich machte, wo es sich echt den ganzen tag aushalten lies. Am Abend ging es dann noch auf den Nightmarket in Sanur, wo es dann das erste richtige indonesische Essen fuer meine Familie gab, bestehend aus einer riesen Portion Mie Goreng. Dieses Erlebniss blieb tags darauf zum Glueck noch ohne groesseren Folgen, sodass wir alle nach Kuta an den Strand konnten. Der laesst sich leicht in eine Formal packen. Man nehme einen gewoehnlichen Strand am Mitelmeer, addiere Kokospalmen dazu, multipliziere das ganze mit mehren Haenden voll ausgewaehlter Strassenhaendler des Vertrauens, addiere wiederrum Massoesen, Musiker, selbsternannte Surflehrer, fotografierende Indonesier, zu viele Australier und einige Deutsche und man erhaelt den Strand von Kuta, der wirklich einen Besuch wert ist...aber echt nur einen. Immerhin konnte ich mit Jannik die relativ hohen Wellen fuer erste Surfversuche nutzen, die uns aber noch nicht so wirklich gelingen wollten.
    Am Abend ging es dann wieder zum Indonesier, was am Tag darauf leider schlimme folgen fuer Thilo hatte, der sich einen Bali Belly zuzog und die Tempeltour, die wir gebucht hatten schon vor der ersten Station abbrechen musste und mit Nina zurueck ins Hotel fuhr. So blieb das Kulturprogramm mir, meiner Mutter und Jannik vorbehalten, welches auch echt ok war nur leider ist es mit dem tempeln wie mit den Kirchne. Hast du einen gesehn hast du alle gesehn. Auserdem wird man auch hier von Haendlern geradezu belagert, was einen dann doch zur Weisglut bringen kann. Deshalb war nach diesem Erlebnis auch wieder Strandtag angesagt und wir fanden sogar einen echt abgelegenen Strand, der nur von ein paar Surfern besucht wurde. Ich machte den Fehler und wollte es den Profis gleichtun und lieh mir auch ein Brett und schwam frohen Mutes raus, kam aber im Anschluss nur mit sehr grosser Muehe ieder zurueck an den Srnd, in dessen Naehe ich am Anschluss blieb und die ersten Stehversuche wagte. Diese konnte ich dann wiederrum einen Tag darauf in der Naehe von Kuta in Seminak am Strand weiter verbessern und es gelang mir dann doch wenigstens fuer ein paar Sekunden auf dem Brett zu stehen und so kleine Erfolge sind ja auh schon was. Leider war es das dann aber auch schon mit meinem Baliurlaub und ich musste mich am 09.06. schon wieder von meiner Familie verabschieden, wobei ich Thilo mit Freundin in zwei Wochen in Semarang wiedersehen werde, da die beiden noch einen Monat durch Indonesien reisen wollen.
    Der Besuch meiner Familie loeste zum Glueck keinen Heimwehschub in mir aus. Ich war echt froh, dass sie da waren und ich freue mich auch echt darauf, in knap vier Monaten wieder in Deutschland zu sein aber die halte ich jetzt auch noch aus.
    Zur Zeit befinde ich mich noch in Yogyakarta und habe mit Miri und ihrer Freundin Lisa meine Mitbringsel der Familie getestet, wie ihr auf einem der unteren Fotos sehen koennt und auch den Sonnenaufgang am Borobudur habe ich mir gegoennt, wie ihr ebenfalls betrachten koennt. Morgen werde ich mich mit ein paar Freunden sowie Gregor + Freundin auf den Merapi, einen der aktivsten Vulkane der Welt begeben und werde euch natuerlich an gewohnter Stelle wieder davon berichten.
    Mit lieben und vermissenden Gruessen,
    Soeren

    Erste Hilfe TrainingEH-TrainingWiederbelebung am lebenden ObjektHerzmassageLustige VerkehrsschilderSimulationDa konnten sie dann nicht mehr tragen;-)Monument fuer das Bombenattentat auf BaliOpfergabenThilo und Nina
    Elefantenhoehle auf BaliHahaha;-)OpfergabenRiesenwurzelnDas SteingesichtKokosnussverkaeuferinSchnick SchnackInsektReisfelderKoenigstempel
    OpfergabenReligioese FeierlichkeitenMuss man kaufenheheheKokosnussschnitzerWassertempelSaeuberung vom BoesenPriesterWassertempelNormale Bevoelkerung im Wassertempel
    VulkanseeVulkanseeMama und JannikReisterassenJannik und MamaReisfeldKranicheVerlassener StrandJannik am StrandAlte und neue Verkehrsmittel
    Letztes AbendessenTanzvorfuehrungRueckflugMitbringsel;-)Sonnenaufgang am BorobudurSonnenaufgang am BorobudurBorobudurNochmalDer is schon gross,ne?;-)Hehehe
    Kleiner Junge

  • Bilder von meinem Geburtstag

    Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
    Nachdem ich euch ja letztes Wochenende mit Fotos von meinem Geburtstag versorgt habe duerft ihr euch nun wieder in literarischer Extase froehnen oder einfach nur lessen, was ich euch so zu sagen habe.
    Der Geburtstag als solcher startete schon am 16.Mai. Ich weilte schon seit ein paar Tagen in Semarang, da ich einen Workshop ueber unser Weltwaertsprogramm erstellen musste aber dazu spaeter mehr. Am 16. Ging es fuer mich morgens erst ins Trainingscenter vom PMI, da ich mich bereit erklaert hatte eine Praesentation ueber das JRK vor versammelter Mannschaft von den JRK-Leitern der Provinz Zentraljava zu halten, was auch trotz fehlendem Uebersetzer ganz gut klapte. Nach der Arbeit fuehrte mich mein Weg direkt zu Lars, mit dem ich mich dann, gefolgt von der gesammten Familie, in den Carrefour (Supermarkt-Kette aus einem mir unbekannten, europaeischen Land) begab, um dort die Zutaten fuer mein Geburtstagsessen zu kaufen. Da schnell klar war, das es die Suedbadische Spezialitaet Flischkuechle mit Kartoffelsalat geben sollte, war noch schneller klar, dass ich einmal mehr als Koch fungieren sollte, womit ich aber keinerlei Probleme hatte. Die Zutaten waren schnell besorgt und kaum wieder im Haus von Lars angekommen machte ich mich auch schon an den Kartoffelsalat, nebenbei bemerkt der erste in meinem Leben. Vorher holten wir aber noch direk Gregor, gefolgt von seiner indonesichen Freundin Sari vom Busterminal ab und es zeigte sich auf den hinteren Baenken mal wieder, dass der Kuschelfaktor exponentiell (ich uebernehme kein Gewaehr fuer die mathematische Richtigkeit dieses Begriffes) mit der Anzahl der Personen steigt, die sich mehr oder weniger erfolgreich daran versuchen, eben auf jenen Platz zu finden.
    Am Abend wurden dann die Teller beladen und ich kann mit Stolz verkuenden, dass ich wohl auch als Koch eine Anstellung finden wuerde, zumindest in Indonesien, wo deutscches Essen immer was besonderes hat, auch wenn es mal nicht schmecken sollte. Gekroennt wurde das Essen noch mit Vanilleeis gebettet auf heisem Erdbeermousse, ein Genuss. Nach dem Essen begann dann das reinfeiern mit einem echt guten Whiskey von Seiten Lars und einer Flasche Gin, die Gregor mir aus Singapur mitgebracht hatte. Das Ganze wurde dann auch feucht froehlich, sodass ich mich ein wenig konzentrieren musste, als sich gegen 00:00Uhr Ortszeit die ersten Gratulanten aus Deutschland per Telefon zu Wort meldeten. Gegen 01:00Uhr lichtete sich dann das Feld, da Ana, Sari und Gregor ins Bett gingen wohingegen ich und Lars meinen Geburtstag noch ein wenig mit mehr Whiskey begossen, was zur Folge hatte, das wir um 03:30Uhr nach einer halben Flasche schottischen Edelgetraenks und philosophischen Runden ueber den Sinn des Lebens ins Bett gingen, was aber nur darus resultierte, dass wir unser englisches Gelalle nicht mehr verstanden. Am naechsten Morgen wurde ich jedoch relativ frueh wieder von Lars Sohn Bintang geweckt, der inzwischen seine Angst vor mir abgelegt hat und mich nur noch „Ohm“(Onkel) nennt. Mit dem spielte ich dann auch einige Zeit bis auch die andern aus den Federn kamen. Im Laufe des Tages kam dann eine Frau, die das traditionelle indonesische Geburtstagsessen fuer mich und die Gaeste, die am Nachmittag kommen sollten, vorbereitete. Dieses besteht aus gelben Reis, der zu einem Kegel geformt und mit reichlich Beilagen garniert wird. Wie in Indonesien ueblich war das bereit gestellte Essen dann im Vergleich zu den Gaesten, bestehend aus Lars seiner Familie, Agnes und Nasrullah vom DRK-Office, Gregor und Sari sowie Wuri und ihrem Mann vom PMI, sehr wohlwollend portioniert, sodass am naechsten Tag dann noch genug Essen fuer das gesamte PMI Buero uebrig war. Auf jeen Fall war es ein echt schoener Geburtstag auch wenn er soweit weg von zu Hause war. Trotzdem moechte ich euch allen fuer die lieben Glueckwuensche bedanken, egal auf welchem Weg ihr mir die habt zukommen lassen.
    Nach dem Geburtstagswochenende stand dann wieer richtige Arbeit auf dem Programm, bestehend aus einem 2taegigen Workshop ueber das Weltwaertsprogramm. In der Woche zuvor hatte ich bereits den Stundenplan erstellt, meine Sachen vorbereitet und das Budget mehrmals ueberarbeitet, da ich so etwas noch nie gemacht hatte und ein perfekter Budgetplan erstellt werden musste, was mich ziemlich viel Energie kosteteaber am Ende stand dann doch alles un der Workshop war auch echt erfolgreich, haben wir am Ende immerhin einen Stundenplan fuer uns zwei bis Oktober verabschiedet und auch die Projektbeschreibung und das Profil fuer die naechsten Voluntaere erstellt. In gewisser Weise war es uns auch gelungen, die Teilnehmer vom PMI mehr ueber unser Programm zu informieren und bei einigen konnte man auch merken, dass sie jetzt mehr von der eigentlichen Idee des „Lernens“ von allen Seiten waehrend dieses Programms verstehen. Natuerlich gilt das gleiche auch fuer die Delegierten des DRK, die dabei waren und nun auch besser Bescheid wissen.Ich hoffe einfach, die wir so die Arbeit fuer unsere Nachfolger um einiges erleichtert und besser strukturiert haben auch wenn das bedeutet, dass fuer jene auf jeden Fall mehr geplante Arbeit und Aktviaeten anstehen als fuer uns also in gewisser Weise auch...SORRY;-).
    Mit lieben und vermissen Gruessen von anderm Ende der Welt,
    Soeren

    lecker abendessenhahahaha;-)Der Morgen dannachBintang;-)Die KarottenentenVorbereitung meines GeburtstagsessensBintangMein Geburtstagsessenmmmh....Geburtstagskind
    Sonnenuntergang

  • Kirche, Maedels und Traenenzeremonie

    Hallo liebe Bogleserinnen und Blogleser,
    es ist mal wieder soweit und ihr bekommt neuen Input aus dem sooo fernen Indonesien. Wo fange ich denn nur an? Was ist denn so spannendes passiert in letzter Zeit? Ich war in letzter Zeit leider mehr vor dem Computer als wirkliche Feldarbeit zu leisten, da einfach viel Schreibzeug anstand und ich hoffe, dass sich das bald legt damit ich euch wieder richtig was zu berichten habe. Deshalb gebe ich euch jetzt einfach mal einen Ueberblick ueber die Highlights.
    Letzten Sonntag nach der Kirche (ja, ihr habt ichtig gehoert, ich gehe hier in die Kirche, wenigstens en bisschen was gewohntes), hab ich mich mit zwei Maedels getroffen, die ein bisschen Deutsch koennen aber bevorich euch da mehr erzaehle muss ich doch nochmal auf die Kirche zurueck kommen. Es war jetzt schon mein dritter Sonntaeglicher Ausflug in Kebumen und in der Kirche finde ich wenigstens einmal pro Woche fuer eine Stunde die Ruhe, die ich hier sonst so vermisse. Es laeuft einfach immer irgendwo ein Fernseher, ein Radio, schreit ein Kind, heult ein Roller oder streiten Leute oder labern mich einfach zu. Wenigstens in der Kiche lassen mich die Leute zumindest wenigstens waehrend des Gottesdienstes in Ruhe und ich habe ein bisschen Zeit zum nachdenken und ordnen. Diesen Sonntag hatte ich jedoch einen ganz beonders lustigen Pfarer erwischt. Seine Predigt handelte von Monogamie und Poligamie und irgendwie war eigentlich mehr Lachen als Predigt auf seinem Papier notiert. Die Witze, die ich verstanden habe, waren eigentlich auch echt nicht schlecht, z.B. das er sich als 18 jaehriger ueberlegt hat, nicht Moslem zu werden, wie immerhin 94% der restlichen Bevoelkerung. Er musste dann ernsthaft das Weihnachtsfet gegen die Tatsache abwiegen, dass man mehrere Frauen haben koennte. Als er sich dann jedoch entschieden hat, Pfarrer zu werden, war die Entscheidungn wenigstens um etwas leichter. Eine Eigenheit in der indonesische Kirche ist zudem, dass die Leute bei der Predigt infach ihre Kommentare reinrufen, was zusaetzlich zur Belustigung fuehrt, was denn Gottesdienst zumindest teilweise um einiges lockerer macht als in Deutschland.
    Also zurueck zu den zwei Maedels, Aulia und Rahina. Beide haben ueber Facebook irgendwelche Chatbekanntschaften in Deutschland aufgeschnapt und konnten tatsaechlich ein paar Brocken Deutsch wie z.B. guten Tag, wie gehts dir? Ich heisse... usw. Dazu kam dann nch, dass Aulia mit Nasrullah bekannt ist, einen Mitarbeiter des DRK in Semarang. Der Tag war dann auch echt lustig, da die beiden um einiges lockerer waren als die ueblichen Indonesier und auch die Tatsache, das ich nach dem Geld holen an einem Automaten sprichwoertlich von einer verrueckten alten Frau verfolgt wurde tat ihren Teil dazu. Wir mussten wirklich in das nahe gelegene Einkaufszentrum fluechten, an dem die Sicherheitskraefte die verwirrte Frau aufhielten. Leider fuehrt mich das aber zu einem unschoenen Thema in Indonesien. Psychisch Kranke und Geistigbehinderte werden hier leider nur wenig beachtet und nur zu oft als verrueckt abgetan. Als ich letzte Woche an der Strasse eine Portion Nudeln ass, setzte sich ein Downsyndromkranker Junge neben mich und schaute mich einfach nur an. Ich fragte ihn einfach nach seinem Namen und wies ihm ginge aber die anderen, mit denen ich essen war standen einfach auf und wollten mich auch zum gehen bewegen mit der Begruendung, der Junge sei verrueckt. Das war dann eine der wenigen Situationen, bei denen ich einfach mal meinen Willen durchsetzte und einfach sitzen blieb und fertig as.
    Am vergangenen Mittwoch stand hoher Besuch in Kbumen an. Die Suedostasienbeauftragte der Internationalen Foederation der Rotkreus und Roten Halbmondbewegung (IFRC), Frau Vu Mien Hai aus Vietnam wollte sich eine Projektschule des PMI nd des DRK anschauen, um Ideen aus dem Katastrophenvorsorgeprogramm zu sammeln, die evtl. auf ganz Suedostasien ausgeweitet werden koennten. Leider war aber nur zu Beginn ein geeigneter Uebersetzer vorhanden und der Englischlehrer, der diesen spaeter ersetzte konnte anscheinend weniger Englsich als ich Indonesisch, so dass ich kurzfristig einsprang. Frau Throm kann also doch noch stalz auf mich sein (meine ehemalige Englischlehrerin, Anmerkung des Autors: 3 Punkte im Englischabi).
    Frau Hai bemuehte sich auch, das sonst vorherschnde Protokoll, betehend aus langen Reden und langweiligen Powerpointpraesentationen ohne Inhalt, zu durchbrechen mit dem Vorschlag einfach mit den Schuelern raus zu gehen und ofen mit ihnen zu diskutieren. Leider wurde der Vorschlag zu spaet gehoert, so dass am Ende dafuer nur noch 10 Minuten Zeit waren. Ich werde mir das in Zukunft einfach zum Vorbild nehmen, um auch Ergebnisse aus meiner Arbeit hier ziehen zu koennen.
    Ueber das Wochenende war ich dann zum wiederholten Male auf einem Schulcamp, das aber so verlaufen ist, wie die letzten beiden auch. Das einzig neue war eine sogenannte Traenenzeremonie am letzten Abend. Um 2Uhr nachts haben sich alle Teilnehmer in einen Kreis gesetzt und die Lehrer haben mehr oder weniger Hiobsbotschaften verkuendet, z.B. das die Eltern gestorben waeren, wenn man nach Hause kaeme. Das die Indonesier ein sehr sensibles Volk sind, endet das Ganze am Ende in allgemeinem Geheule und 2 Maedchen sind sogar zusammen gebrochen. Fuer mich mutete die Zeremonie jedoch eher befremdlich an und wirklich verstehen konnte ich sie auch nicht aber andere Laender andere Sitten und genau das macht as Ganze hier ja interessant.
    Mit lieben und vermissenden Gruessen an euch alle,
    Euer Soeren

    INDONESIA!!!!Hoher Besuch aus VietnamFrau Vu Mien HaiDorfmodelGruppenfotoLehrer beim KaraokeHehehehe...Da herrscht noch DisziplinIndonesische PfadfinderSchoen, ne;-)
    EssenszeitAbwaschzeitSonnenuntergangReisbauerMakroaufnahmeDer HahnGruppenarbeitSimulationVerband auf indonesischEvakuierungszone
    Indonesien ist manchmal schon...schoen;-)Und tschuess Kebumen

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